Wie in jedem Jahr fanden Mitte März die Gau-Einzelmeisterschaften im Gerätturnen weiblich des Turngau Offenbach-Hanau statt. In diesem Jahr übernahm die TS Großauheim die Ausrichtung des großen Wettkampfes in der August-Schärttner-Halle. Auch die TG Nieder-Roden war mit mehreren Turnerinnen in verschiedenen Altersklassen vertreten.
Am Samstag begannen die Wettkämpfe mit den Pflichtübungen (P-Stufen). Im Wettkampf P4–P5 (Jahrgang 2012) trat Josefine Fritsch an. Am Sprung zeigte sie einen gelungenen Überschlag in die Rückenlage und erzielte mit 13,20 Punkten eine hohe Wertung an diesem Gerät. Trotz eines Sturzes am Schwebebalken konnte sie mit ansprechenden Leistungen am Barren und Boden überzeugen und sicherte sich einen guten sechsten Platz.
In einem der teilnehmerstärksten Wettkämpfe der Veranstaltung (P4–P5, Jahrgang 2015) mit insgesamt 34 Starterinnen ging Maya Hallmann an die Geräte. Besonders am Schwebebalken glänzte sie mit einer ruhigen und sicheren Darbietung, die mit der Höchstwertung von 13,35 Punkten honoriert wurde. Auch am Stufenbarren und am Boden erzielte sie jeweils Wertungen über 13 Punkte. Am Ende verpasste sie das Podium nur knapp und belegte einen hervorragenden vierten Platz.
Im Jahrgang 2016 (P4–P5) starteten zudem Sophia Weber und Lika Baier. Sophia überzeugte vor allem am Sprung mit der zweitbesten Wertung sowie mit starken Leistungen am Stufenbarren und Boden, wo sie jeweils über 14 Punkte erreichte. Am Ende durfte sie sich über die Bronzemedaille freuen. Lika Baier hatte hingegen etwas Pech am Schwebebalken und musste einen Absteiger hinnehmen. Mit guten Übungen an den übrigen Geräten kämpfte sie sich jedoch zurück, insbesondere am Stufenbarren, wo sie mit 14,45 Punkten eine der höchsten Wertungen erzielte. So erreichte sie schließlich einen guten neunten Platz.
Am Abend ging Lia Bambuch im Wettkampf P5 (Jahrgang 2016 und jünger) in einem Qualifikationswettkampf an den Start. Besonders am Schwebebalken wusste sie zu überzeugen und erhielt für die beste Übung des Wettkampfs starke 13,35 Punkte. Auch am Stufenbarren und am Boden zeigte sie saubere Übungen und wurde jeweils mit Wertungen über 13 Punkten belohnt. Lediglich am Sprung musste sie einige Punkte einbüßen, sodass sie am Ende dennoch einen sehr guten fünften Platz belegte.
Am Sonntag folgten die Wettkämpfe der Kürturnerinnen (LK-Stufen). Am Vormittag startete Jennifer Hammeran in der LK3 (3 aus 4 Geräten, Jahrgang 2008 und älter). An ihrem stärksten Gerät, dem Sprung, zeigte sie einen gelungenen Yamashita und wurde mit 12,80 Punkten sowie der Höchstwertung in diesem Wettkampf belohnt. Auch am Boden und am Stufenbarren präsentierte sie solide Übungen. Am Schwebebalken hingegen lief es nicht optimal: Drei Absteiger führten dazu, dass dieses Gerät aus der Wertung fiel. Dennoch erreichte sie einen guten fünften Platz.
Am Nachmittag ging schließlich Ronja Falk erstmals in einem Kürwettkampf an den Start. Am Schwebebalken musste sie beim Salto-Abgang einen Sturz hinnehmen, was sie wertvolle Punkte kostete. Mit einer ausdrucksstarken Bodenübung konnte sie jedoch wieder Balken gutmachen. Auch am Stufenbarren und Sprung zeigte sie ansprechende Leistungen, sodass sie sich am Ende mit einem elften Platz im Mittelfeld einordnete – ein gelungener Einstieg in die Kürwettkämpfe.

